Bio.

Einsiedeln ist bekanntlich ein Klosterdorf. Also bestens geeignet als Rückzugsort, um sich auf sich selbst zu besinnen. Offensichtlich auch ausserhalb der Klostermauern. Dann auf jeden Fall, wenn man die Ohren und das Herz so weit öffnet, dass man die eigene innere Stimme hört. «Janus face» wideerspiegelt das Ergebnis daraus in 12 berührenden Songs, die musikalisch und textlich alle aus der Feder von Pelos stammen. «Er ist einfach unglaublich kreativ», schwärmt Pete von seinem Bandkollegen. Und fügt augenzwinkernd dazu: «Eine richtige Songwriting-Maschine!».

Die Ideen zu den Songs entstehen bei Pelos überall. Einmal mitten in der Nacht. Einmal während der Arbeit. Dafür ist er gewappnet und hat – modernen Kommunikationsgeräten sei dank – immer ein Aufnahmegerät zur Hand, auf dem das Eingefallene sofort festgehalten wird. «Am Anfang steht in der Regel immer ein Melodiefragment. Oder ein Riff. Die Worte dazu folgen dann später, wenn das Lied seine Gestalt angenommen hat.»

Im Vergleich zum Erstling «Unreturned Love» (veröffentlicht im Dezember 2010) – «das waren eigentliche Liebeskummergeschichten» – kommt «Janus face» etwas leichter, verspielter, mit einem bunten Stilmix, zahlreichen Tempovariationen und mehr Rhythmus-Section daher. «Ja, wir zeigen in den neuen Songs definitiv mehr Licht als Schatten», reflektiert Pete. «Aber, der Album-Titel sagt das aus, man kann und soll ja trotzdem alles von zwei Seiten betrachten. Insofern werden bei aller vordergründiger Unbekümmertheit auch in den neuen Songs wieder Abgründe des Lebens beleuchtet.» Bei ihren akustischen Live-Auftritten werden die Songs etwas «härter» interpretiert, wird mehr Freiraum für Improvisation und längere Solis eingeräumt.

Pete (Gründungsmitglied der Psychedelic-Rockband «DeadEnd») und Pelos (Frontmann der Rockband «Pams» State») haben im Herbst 2008 zusammengefunden und beschlossen, neue musikalische Wege zu erforschen. Zuerst akustisch, im Duo, was bei einem ziemlich spontanen Silvester-Gig zu motivierender Publikumsresonanz geführt hat. Sowie zum Zusammentreffen mit der Rhytmusgruppe der «Flares», den Zahner-Brothers Cyrill am Bass und Sämi an den Drums. Sie komplettieren Pete & Pelos seit Mai 2009 zum Quartett. Mit dem Resultat, dass diese buntdurchmischte Truppe heute eine eigenständige Sammlung von melodiösen Songs mit unterschiedlichsten Grooves auf die Bühne bringt. So also ist zusammengekommen, was bestens zusammenpasst.

Diese bereits gut fünf Jahre andauernde Zusammenarbeit zahlte sich aus: Pete & Pelos präsentieren mit «Janus face» ein toll produziertes Album mit Songmaterial, das abwechslungsreich unterschiedliche Stimmungen des Lebens aufnimmt, Herzen berührt und Ohren verwöhnt.

Als kleines Überbrückungszückerchen bis zum neusten Tonträger veröffentlichten Pete & Pelos im August 2018 einen Livemitschnitt des Auftritts vom 2. August 2018 am Einsiedler Musikfest. Hier kann man die neuen, bisher unveröfentlichten Songs (per 2018) in ihrer rohen Energie anhören.

 

Philipp Werner: Vox / Guitar
Pete Seitz: Vox / Guitar
Cyrill Zahner: Bass
Samuel Zahner: Drums